Luavera

Pflanzenprofil

Hafer

Avena sativa L.

Poaceae

Hafer wird in der Phytotherapie vor allem als Nervinum bei Erschöpfung, Stress und nervöser Unruhe eingesetzt. Das Haferstroh (Stramentum Avenae) findet äußerlich Anwendung bei entzündlichen Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Juckreiz. In der Literatur werden Hafer-Beta-Glucane aus dem Korn mit Effekten auf den Cholesterinhaushalt und die Darmgesundheit beschrieben.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Nervöse Erschöpfung, Stress, Schlafstörungen, Hautpflege, Verdauungsförderung

Stress & NervositätErschöpfungSchlafproblemeVerdauungsbeschwerdenCholesterinHautprobleme

Inhaltsstoffe

Beta-GlucaneAvenanthramideAvenin (Speicherprotein)StärkeKieselsäureFlavonoideSaponineB-VitamineMineralstoffe (MagnesiumPhosphor)

Zubereitungsformen

TinkturTeeSalbeUmschlagStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Der Flug-Hafer (Avena fatua), ein verbreitetes Ackerwildkraut, ist dem Kulturhafer botanisch sehr ähnlich und kann leicht verwechselt werden; er enthält jedoch vergleichbare Inhaltsstoffe und gilt pharmakologisch als äquivalent. Andere Süßgräser der Gattung Avena (z. B. Avena sterilis) sind im mitteleuropäischen Raum selten und für den Normalanwender kaum relevant.

Geschichte & Tradition

Hafer (Avena sativa) wurde ab dem 2. Jahrtausend v. Chr. in Mitteleuropa als Kulturpflanze etabliert und diente zunächst primär als Nahrungsmittel für Mensch und Tier. Hildegard von Bingen beschrieb ihn im 12. Jahrhundert als wärmendes, stärkendes Mittel für Körper und Gemüt. In der westlichen Volksmedizin des 19. Jahrhunderts wurde der frische, blühende Grünhafer als Nervinum zur Stärkung bei Erschöpfung und Überarbeitung eingesetzt. Die äußerliche Anwendung von Haferstroh-Bädern bei Hauterkrankungen ist ebenfalls seit Jahrhunderten tradiert.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: Juli, August, September

Pflanzenbild

Hafer

© Christian Fischer · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Bei Zöliakie auf zertifiziert glutenfreien Hafer achten. Haferstroh-Bäder können selten Hautreizungen auslösen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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