Pflanzenprofil
Hanf
Hanf (Cannabis sativa) wird in der Fachliteratur in Zusammenhang mit Schmerzempfindungen, Übelkeit sowie Appetitanregung beschrieben. Medizinisches Cannabis ist in Deutschland seit 2017 auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Es wird traditionell genutzt bei chronischen Schmerzen. Bei schwerwiegenden Erkrankungen ist eine spezialisierte ärztliche Betreuung erforderlich. Die Pflanze enthält über 100 Cannabinoide, wobei THC und CBD die pharmakologisch bedeutsamsten Wirkstoffe sind.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Chronische Schmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit, Epilepsie, Schlafstörungen
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Innerhalb der Familie Cannabaceae kann Hanf mit dem nahe verwandten Hopfen (Humulus lupulus) verwechselt werden, der jedoch kletternde Wuchsform und zapfenartige Fruchtstände aufweist. Auf taxonomischer Ebene besteht Unklarheit zwischen den Varietäten Cannabis sativa, C. indica und C. ruderalis, die sich im THC-Gehalt und in der Wuchsform unterscheiden und rechtlich wie botanisch unterschiedlich eingestuft werden.
Geschichte & Tradition
Hanf gehört zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde bereits vor mehr als 5.000 Jahren in China medizinisch genutzt; das chinesische Kräuterwerk Shennong Bencao Jing beschreibt Anwendungen gegen Schmerzen und Schlaflosigkeit. In Europa war Hanf bis ins Mittelalter als Heil- und Faserpflanze verbreitet, bevor er im 19. Jahrhundert in westliche Pharmakopöen aufgenommen wurde. Nach einer weltweiten Prohibitionsphase im 20. Jahrhundert erlebt medizinisches Cannabis seit den 1990er-Jahren eine wissenschaftliche Renaissance; in Deutschland wurde es 2017 als verschreibungsfähiges Arzneimittel zugelassen.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juli, August, September, Oktober
Erntezeit: September, Oktober
Pflanzenbild
© Thayne Tuason · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Nur auf ärztliche Verschreibung; nicht für Minderjährige; Abhängigkeitspotenzial; psychische Vorerkrankungen beachten; Teilnahme am Straßenverkehr eingeschränkt
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.