Pflanzenprofil
Hanf
Chronische Schmerzen, Übelkeit (Chemotherapie), Spastik (MS), Schlafstörungen, Appetitlosigkeit, Angststörungen
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Übelkeit (Reise), Schlafstörungen, Appetitlosigkeit
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Im Freiland kann Hanf gelegentlich mit dem Hopfen (Humulus lupulus) verwechselt werden, der ebenfalls zur Familie der Cannabaceae gehört und ähnlich gefiederte Blätter aufweist. Darüber hinaus besteht eine praktisch relevante Verwechslungsgefahr zwischen Nutzhanf (gesetzlich begrenzte THC-Gehalte) und Drogenhanf (hohe THC-Gehalte), da beide morphologisch kaum zu unterscheiden sind.
Geschichte & Tradition
Cannabis sativa wird seit mindestens 5000 Jahren in China, Indien und im Vorderen Orient als Heil-, Nutz- und Rauschmittelpflanze genutzt. In der traditionellen indischen Medizin (Ayurveda) fand sie Anwendung bei Schmerzen, Schlaflosigkeit und Übelkeit. In Europa galt sie bis ins 19. Jahrhundert als anerkanntes Arzneimittel, bevor sie im 20. Jahrhundert weitgehend verboten wurde. Seit den 1990er Jahren erlebt die medizinische Nutzung durch die Entdeckung des Endocannabinoidsystems eine wissenschaftlich fundierte Renaissance.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juli, August, September
Erntezeit: September, Oktober
Evidenzlage
BegrenztPflanzenbild
© Thayne Tuason · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Verschreibungspflichtig; psychoaktive Wirkung (THC); kontraindiziert bei Kindern/Jugendlichen; Abhängigkeitspotenzial; Fahruntüchtigkeit möglich
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Meiden |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.