Luavera

Pflanzenprofil

Kalifornischer Goldmohn

Eschscholzia california

Schlafstörungen, vorübergehende Schlaflosigkeit, nervöse Spannungszustände, psychischer Stress, Stimmungsschwankungen


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Schlafstörungen, vorübergehende Schlaflosigkeit, nervöse Spannungszustände, psychischer Stress, Stimmungsschwankungen

SchlafproblemeStress & NervositätStimmung

Inhaltsstoffe

Isochinolin-Alkaloide (EschscholtzinCalifornidineProtopineAllocryptopineCoptisine)FlavonoideCarotinoide

Zubereitungsformen

TeeTinkturKapselStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blühendes Kraut (getrocknete oberirdische Pflanzenteile)

Erwachsene: 2 Kapseln à 300 mg Pulver 2x täglich (1200 mg/Tag), bei Bedarf bis zu 5 Kapseln. Jugendliche >12 Jahre: 1 Kapsel 2x täglich. Kinder >6 Jahre (Trockenextrakt 200 mg/Kapsel): 2 Kapseln 2x täglich. Orale Einnahme; Anwendungsdauer bis 4 Wochen.

Wechselwirkungen

SchweregradMedikament / WirkstoffklasseMechanismusEmpfehlung
TheoretischZNS-Dämpfende Arzneimittel / SedativaPharmakodynamische Potenzierung: Eschscholzia californica verlängert Pentobarbital-induzierten Schlaf im Tiermodell (Maus), was auf additive ZNS-depressive Wirkung hindeutet.Vorsicht bei gleichzeitiger Anwendung mit Sedativa, Hypnotika oder anderen ZNS-dämpfenden Mitteln; klinische Überwachung empfohlen.

Verwechslungsgefahr

Eine Verwechslung mit anderen Mohngewächsen (Papaveraceae) ist möglich, insbesondere mit Ziermohnarten der Gattung Papaver im Jugendstadium. Die charakteristischen gefiederten Blätter und die markant orangefarbenen Blüten der ausgewachsenen Pflanze ermöglichen jedoch eine eindeutige Identifizierung.

Geschichte & Tradition

Eschscholzia californica stammt aus dem westlichen Nordamerika und wurde von verschiedenen indigenen Völkern Kaliforniens traditionell als Schmerz- und Beruhigungsmittel genutzt. Im 19. Jahrhundert gelangte die Pflanze durch botanische Expeditionen nach Europa, wo sie zunächst als Zierpflanze kultiviert wurde. Im 20. Jahrhundert fand sie Eingang in die europäische Phytotherapie, insbesondere als mildes pflanzliches Sedativum. Heute ist sie Bestandteil zahlreicher pflanzlicher Schlaf- und Nervenmittel.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Kalifornischer Goldmohn

© Kaldari · CC0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Eschscholziae herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht für Kinder unter 12 Jahren. Nicht in Schwangerschaft/Stillzeit. Kein Alkohol oder Schlafmittel kombinieren. Kein Maschinenbetrieb.

Gegenanzeigen: Schwangerschaft: mehrfach explizit kontraindiziert, u. a. wegen uterusstimulierender Wirkung des Alkaloids Cryptopin (in-vitro, Meerschweinchen). Stillzeit: Anwendung nicht empfohlen; Pflanze wurde traditionell zur Milchunterdrückung eingesetzt. Überempfindlichkeit gegen Bestandteile des Präparats.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitMeiden
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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