Pflanzenprofil
Ginkgo
Durchblutungsstörungen, Gedächtnisschwäche, Konzentrationsstörungen, Tinnitus, Schwindel, periphere arterielle Verschlusskrankheit
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Durchblutungsstörungen, Gedächtnisschwäche, Konzentrationsstörungen, Tinnitus, Schwindel, periphere arterielle Verschlusskrankheit
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Blatt (getrocknetes, ganzes oder zerkleinertes Blatt von Ginkgo biloba L.)
Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren: 120–240 mg Trockenextrakt/Tag (DER 35–67:1, Aceton 60%), standardisiert auf 22–27 % Flavonglykoside und 5–7 % Terpenlaktone, aufgeteilt in 2–3 Einzeldosen als Filmtablette, Kapsel oder orale Lösung. Bei Demenz: 120–240 mg/Tag, Mindestdauer 8 Wochen. Bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit, Schwindel und Tinnitus: 120–160 mg/Tag, Mindestdauer 6–8 Wochen. Behandlungsdauer über 3 Monate hinaus nur unter ärztlicher Aufsicht.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Aufgrund der charakteristischen fächerförmigen, zweilappigen Blätter ist eine Verwechslung mit anderen Pflanzen kaum möglich. Ginkgo biloba ist morphologisch einzigartig und der einzige lebende Vertreter seiner Ordnung.
Geschichte & Tradition
Ginkgo biloba gilt als lebendes Fossil und zählt zu den ältesten Baumarten der Erde; fossile Belege reichen über 270 Millionen Jahre zurück. In der traditionellen chinesischen Medizin wurden Samen und Blätter seit dem 11. Jahrhundert n. Chr. bei Atemwegserkrankungen und zur Stärkung der Vitalität verwendet. Nach Einführung des Baumes in Europa im 17. Jahrhundert begann die systematische pharmakologische Erforschung standardisierter Blattextrakte erst im 20. Jahrhundert, maßgeblich durch deutsche Forschungsgruppen.
Saison und Sammeln
Blütezeit: April, Mai
Erntezeit: August, September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© EecherplazGinkgo06.jpg: Cayambe derivative work: Ginkgotree (talk) · CC BY-SA 3.0
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Ginkgo folium, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Nicht bei Blutungsneigung. Wechselwirkungen mit Antikoagulanzien (z. B. Marcumar, Aspirin). Nicht in Schwangerschaft anwenden.
Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff; Blutungsneigung; Schwangerschaft und Stillzeit; Kinder unter 12 Jahren; Wochen vor einem geplanten chirurgischen Eingriff; nicht zur Therapie des Bluthochdrucks geeignet.
| Schwangerschaft | Meiden |
| Stillzeit | Meiden |
| Kinder | Meiden |
| Blutverdünner | Vorsicht |
| Vor Operationen | Meiden |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Vorsicht |
| Empfindlicher Magen | Vorsicht |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.