Luavera

Pflanzenprofil

Echtes Johanniskraut

Hypericum perforatumL.

Depressive Verstimmungen, nervöse Unruhe, Wundheilung, Hautprobleme, leichte Magen-Darm-Beschwerden


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Depressive Verstimmungen, nervöse Unruhe, Wundheilung, Hautprobleme, leichte Magen-Darm-Beschwerden

BlaseVerdauungsbeschwerdenAngst & PanikStimmungUrogenitalNervositätEntzündungenWunden & VerletzungenHautproblemeHarnwege & BlaseStress & Nervosität

Inhaltsstoffe

Naphthodianthrone (HypericinPseudohypericin)Phloroglucinole (HyperforinAdhyperforin)Flavonoide (RutinQuercetinKämpferolAmentoflavon)Gerbstoffeätherische ÖleXanthone

Zubereitungsformen

TeeTinkturKapselStandardisierter ExtraktSalbe

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind möglich mit dem Gefleckten Johanniskraut (Hypericum maculatum), dessen Stängel jedoch einen viereckigen Querschnitt ohne geflügelte Kanten aufweist und dem die charakteristischen hellen Öldrüsen in der Blattspreite weitgehend fehlen. Weitere Hypericum-Arten wie das Berg-Johanniskraut (H. montanum) können ebenfalls verwechselt werden, enthalten aber deutlich geringere Mengen der pharmakologisch relevanten Inhaltsstoffe.

Geschichte & Tradition

Johanniskraut wurde bereits von Hippokrates und Dioskurides als Heilmittel für Wunden und Nervenleiden beschrieben. Im Mittelalter galt es als Schutzmittel gegen böse Geister (daher "Teufelsflucht") und wurde zur Wundbehandlung sowie bei Melancholie eingesetzt. Sein Name leitet sich vom Erntezeitpunkt um den Johannistag (24. Juni) ab, an dem die Pflanze zu blühen beginnt. Ab den 1980er Jahren rückte es durch klinische Studien als pflanzliches Antidepressivum in den Fokus der modernen Phytotherapie.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: Juni, Juli, August

Evidenzlage

Begrenzt

Pflanzenbild

Echtes Johanniskraut

© Didier Descouens · CC BY-SA 4.0

Sicherheitshinweise

Photosensibilisierung möglich; starke Wechselwirkungen mit Medikamenten (Pille, Blutverdünner, Antidepressiva) – Rücksprache mit Arzt.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerVorsicht
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenVorsicht

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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