Pflanzenprofil
Weiße Seerose
Die Weiße Seerose (Nymphaea alba) wird in der Volksmedizin traditionell genutzt. Rhizom und Blüten enthalten Gerbstoffe und Alkaloide. Traditionell wird sie bei Schlafstörungen, nervöser Unruhe sowie äußerlich bei Hautreizungen verwendet. In der modernen Phytotherapie spielt sie eine untergeordnete Rolle und gilt als wenig erforscht.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Schlafstörungen, nervöse Unruhe, Hautreizungen, entzündliche Beschwerden (äußerlich)
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Verwechslungen sind am ehesten mit der Gelben Teichrose (Nuphar lutea) möglich, die jedoch deutlich gelbe Blüten aufweist und botanisch eindeutig unterscheidbar ist. Beide Arten teilen ähnliche Standortansprüche und kommen häufig an denselben stehenden Gewässern vor.
Geschichte & Tradition
Die Weiße Seerose war bereits in der Antike bekannt und wurde in der mittelalterlichen Klostermedizin traditionsgemäß verwendet; in der Literatur werden zudem entzündungshemmende Eigenschaften beschrieben. Hildegard von Bingen sowie spätere Kräuterbuchautoren beschrieben das Rhizom und die Blüten zur traditionellen äußerlichen Anwendung sowie innerlich traditionsgemäß angewendet. Das stärkehaltige Rhizom diente in Notzeiten gelegentlich auch als Nahrungsmittel. Die volksmedizinische Nutzung hielt sich in Mittel- und Nordeuropa bis ins 19. Jahrhundert.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: Juli, August, September
Pflanzenbild
© Jacek Halicki · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Rhizom in größeren Mengen giftig; Selbstmedikation nicht empfohlen; nicht in der Schwangerschaft anwenden.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.