Luavera

Pflanzenprofil

Chinesische Pfingstrose

Paeonia lactiflora Pallas

Paeoniaceae

Menstruationsbeschwerden, Muskelkrämpfe, Schmerzen, Entzündungen, Leberstärkung (TCM)


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Menstruationsbeschwerden, Muskelkrämpfe, Schmerzen, Entzündungen, Leberstärkung (TCM)

SchmerzenMenstruationKrämpfeEntzündungStress & Nervosität

Inhaltsstoffe

PaeoniflorinAlbiflorinOxypaeoniflorinBenzoylpaeoniflorinPaeonolGerbstoffePolysaccharide

Zubereitungsformen

AbkochungTinkturPulverKapselStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Wurzel (Radix Paeoniae)

Erwachsene: maximale Tagesdosis 6–15 g getrocknetes Pflanzenmaterial oral, standardisiert auf Paeoniflorin. Zubereitungsformen: rohes Pflanzenmaterial, Pulver, Abkochung (Dekokt).

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

In Europa besteht eine morphologische Ähnlichkeit zur Gemeinen Pfingstrose (Paeonia officinalis), die anhand der Blattform und Blütenstruktur unterschieden werden kann und eine abweichende Wirkstoffzusammensetzung aufweist. Im asiatischen Handelsraum werden gelegentlich Wurzeln anderer Paeonia-Arten beziehungsweise Mu Dan Pi (Wurzelrinde von Paeonia suffruticosa) unter ähnlichen Bezeichnungen gehandelt.

Geschichte & Tradition

Paeonia lactiflora wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) seit über 1.500 Jahren verwendet; die getrocknete Wurzel ist unter dem Namen Bai Shao eine der bedeutendsten Drogen des chinesischen Arzneimittelschatzes. Sie findet sich in zahlreichen klassischen Rezepturen, darunter Gui Zhi Fu Ling Wan und Si Wu Tang, die traditionell bei gynäkologischen Beschwerden eingesetzt werden. In Europa wurde die Pflanze vorwiegend als Zierpflanze kultiviert; eine eigenständige europäische Heilpflanzentradition besteht nicht. Die westliche Phytotherapie nimmt die Pflanze erst im Zuge des wachsenden Interesses an TCM-Drogen wahr.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Mai, Juni

Erntezeit: September, Oktober

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Chinesische Pfingstrose

© Ulf Eliasson · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. WHO Monographs on Selected Medicinal Plants — Volume 1, World Health Organization [Link]

Sicherheitshinweise

In der Schwangerschaft meiden. Wechselwirkungen mit Blutverdünnern möglich. Nur unter fachkundiger Aufsicht anwenden.

Gegenanzeigen: Schwangerschaft: Radix Paeoniae ist in der Schwangerschaft kontraindiziert, da traditionelle Anwendungsberichte auf abortive Wirkung hinweisen. Kombination mit Fritillaria verticillata, Cuscuta japonica und Rheum officinale ist zu vermeiden.

SchwangerschaftMeiden
StillzeitVorsicht
KinderVorsicht
BlutverdünnerVorsicht
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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