Pflanzenprofil
Klatschmohn
Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) wird in der Volksmedizin traditionell als mildes Beruhigungs- und Schlafmittel eingesetzt. Die Blütenblätter enthalten Alkaloide wie Rhoeadin, die leicht sedierende und hustenstillende Eigenschaften besitzen. In der Kräuterheilkunde findet er Anwendung bei leichten Schlafstörungen, nervöser Unruhe und Reizhusten.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Leichte Schlafstörungen, nervöse Unruhe, Reizhusten, Heiserkeit, innere Anspannung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine Verwechslung mit dem Schlafmohn (Papaver somniferum) ist möglich, der sich durch größere Blüten in Weiß bis Violett sowie durch bläulich bereifte Stängel und Blätter unterscheidet. Der Schlafmohn enthält deutlich höhere Konzentrationen an Opioid-Alkaloiden und ist daher pharmakologisch und rechtlich anders einzustufen.
Geschichte & Tradition
Der Klatschmohn ist seit der Antike als Heilpflanze bekannt und war im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. In der europäischen Volksmedizin wurden die Blütenblätter traditionell für Hustentees und als mildes Sedativum genutzt. Im Mittelalter fand er Eingang in zahlreiche Kräuterbücher, darunter jene von Hildegard von Bingen und Leonhart Fuchs. Bis ins 20. Jahrhundert war Klatschmohnsirup ein verbreitetes Hausmittel gegen Reizhusten bei Kindern.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Erntezeit: Mai, Juni, Juli
Pflanzenbild
© Franz Eugen Köhler, Köhler's Medizinal-Pflanzen · Public domain
Sicherheitshinweise
Nicht mit Schlafmohn (P. somniferum) verwechseln. In der Schwangerschaft meiden. Milchsaft kann Hautreizungen verursachen.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.
