Luavera

Pflanzenprofil

Backhefe

Saccharomyces cerevisiae CBS 5926

Saccharomycetaceae

Verdauungsprobleme, Vitamin-B-Mangel, Hauterkrankungen, Immunstärkung, Nahrungsergänzung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsprobleme, Vitamin-B-Mangel, Hauterkrankungen, Nahrungsergänzung

VerdauungsbeschwerdenImmunsystemHautgesundheitErnährungDarmflora

Inhaltsstoffe

B-Vitamine (B1B2B6NiacinPantothensäureBiotinFolsäure)essentielle AminosäurenBeta-GlucaneMannoproteineMineralstoffe (ZinkSelenChrom)

Zubereitungsformen

KapselTablettePulver

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Gefriergetrocknete lebende Hefezellen des Pilzes Saccharomyces cerevisiae CBS 5926 (Stamm auch bekannt als S. boulardii CNCM I-745 / ATCC 74012). Es handelt sich um einen ganzzell­igen Pilzstamm, nicht um klassische Pflanzenteile. Das Ausgangsmaterial ist ein lyophilisiertes Pulver aus Fermentationskultur, üblicherweise mit Lactose als Hilfsstoff.

Darreichungsform: Hartkapseln oder Pulver in Sachets zu je 250 mg gefriergetrocknetem Hefepulver (≥2×10¹⁰ KBE/g). Erwachsene: 250–1.000 mg/Tag (1–4 Kapseln/Sachets). Kinder ≥3 Jahre: 500 mg/Tag (2×250 mg); Kinder 2–3 Jahre: 250 mg/Tag; Kinder <2 Jahre: nur auf ärztliche Anordnung. Behandlungsdauer je nach Indikation, z.B. 4–7 Tage (akute Diarrhö) oder bis zu 4 Wochen (Clostridium-difficile-Prophylaxe).

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Da es sich um einen Hefepilz und keine Pflanze handelt, bestehen keine klassischen botanischen Verwechslungsrisiken. In der Selbstmedikation kann es zu Verwechslungen mit nicht-charakterisierten Bäckerhefepräparaten kommen, die den Stamm CBS 5926 nicht enthalten.

Geschichte & Tradition

Saccharomyces cerevisiae wird seit Jahrtausenden beim Brot- und Bierbrauen eingesetzt. Die gezielte medizinische Verwendung von Hefe bei Vitamin-B-Mangelzuständen ist seit dem späten 19. Jahrhundert dokumentiert. Im Ersten und Zweiten Weltkrieg diente getrocknete Hefe als Nährstoffergänzung bei Mangelversorgung. Der Stamm CBS 5926 ist ein klinisch definierter Stamm, der gezielt als Probiotikapräparat eingesetzt wird.

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Backhefe

© Mogana Das Murtey and Patchamuthu Ramasamy · CC BY 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Saccharomyces cerevisiae CBS 5926, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht bei Immunschwäche oder Pilzallergie. Wechselwirkungen mit MAO-Hemmern möglich. Kann Blähungen verursachen.

Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegenüber Bestandteilen des Präparats (inkl. anaphylaktischer Reaktionen dokumentiert). Patienten mit zentralem Venenkatheter, lebensbedrohlichen Erkrankungen, schweren Grunderkrankungen oder eingeschränkter Immunabwehr aufgrund des Fungämie- und Sepsisrisikos. Immunsupprimierte Patienten wurden explizit aus den Studien ausgeschlossen. Kinder unter 2 Jahren: Anwendung nur auf ärztliche Anordnung.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungMeiden
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenVorsicht

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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