Pflanzenprofil
Gemeiner Schneeball
Der Gemeiner Schneeball (Viburnum opulus) wird in der Volksmedizin traditionell bei Menstruationsbeschwerden und Muskelkrämpfen genutzt. In der Rinde werden Wirkstoffe wie Scopoletin und Viburnin beschrieben, denen antispasmodische Effekte zugeordnet werden. Historisch wurde die Pflanze auch bei nervöser Unruhe und Unterleibsschmerzen angewendet und ihr wurden entspannungsfördernde Effekte zugeordnet.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Menstruationsbeschwerden, Muskelkrämpfe, Unterleibsschmerzen, nervöse Unruhe, Dysmenorrhoe
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Verwechslungen sind möglich mit anderen Viburnum-Arten wie dem Wollblättrigen Schneeball (Viburnum lantana), dessen Rinde ähnliche Inhaltsstoffe aufweist. Die auffälligen roten Beeren könnten zudem oberflächlich mit Früchten anderer Strauchgehölze verwechselt werden, sind jedoch durch den charakteristischen Habitus der Pflanze gut zu unterscheiden.
Geschichte & Tradition
Der Gemeine Schneeball wird in der europäischen Volksmedizin seit dem Mittelalter vor allem bei Frauenleiden und Muskelkrämpfen eingesetzt. Die antispasmodischen Eigenschaften der Rinde waren Hebammen und Kräuterkundigen bekannt. Im 19. Jahrhundert fand die Pflanze unter dem englischen Namen "Cramp Bark" Eingang in nordamerikanische Pharmakopöen, wo sie bei Dysmenorrhö und uterinen Spasmen angewendet wurde. Auch indigene Völker Nordamerikas nutzten verwandte Viburnum-Arten bei schmerzhaften Krämpfen.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Mai, Juni
Erntezeit: März, April, September, Oktober
Pflanzenbild
© Lestat (Jan Mehlich) · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Rohe Beeren giftig – können Übelkeit und Erbrechen auslösen. In der Schwangerschaft nicht ohne ärztliche Rücksprache anwenden.
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Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.