Pflanzenprofil
Pomeranze
Die Pomeranze wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit und nervöser Unruhe eingesetzt. Aus der Schale gewonnene Extrakte (Synephrin) finden Verwendung in der Naturheilkunde zur Anregung des Stoffwechsels. Neroli-Öl aus den Blüten gilt als beruhigend und wird in der Aromatherapie bei Angstzuständen und Schlafstörungen genutzt.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verdauungsbeschwerden, Appetitlosigkeit, Blähungen, nervöse Unruhe, Schlafstörungen, Aromatherapie
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Die Pomeranze kann mit der Süßorange (Citrus × sinensis) verwechselt werden, die äußerlich sehr ähnlich ist, jedoch keine charakteristischen Bitterstoffe enthält. Bei ätherischen Ölen besteht zudem eine Verwechslungsgefahr mit der Bergamotte (Citrus × bergamia), deren Öl ein abweichendes Duftstoff- und Wirkstoffprofil aufweist.
Geschichte & Tradition
Die Pomeranze stammt ursprünglich aus Südostasien und gelangte vermutlich im 10. Jahrhundert durch arabische Händler in den Mittelmeerraum. Sie war die erste in Europa kultivierte Zitrusfrucht und verlor erst mit der Ausbreitung der Süßorange an Bedeutung. In der traditionellen chinesischen Medizin werden unreife Früchte und Schale unter dem Namen Zhi Shi seit Jahrhunderten bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. In der europäischen Klosterheilkunde galt sie als Stomachikum und Nervinum.
Saison und Sammeln
Blütezeit: März, April, Mai
Erntezeit: November, Dezember, Januar, Februar
Sicherheitshinweise
Wechselwirkungen mit Medikamenten möglich; Synephrin-Extrakte bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen meiden; photosensiblisierend.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.