Luavera

Pflanzenprofil

Cola nitida

Cola nitida (Vent.) Schott et Endl. (C. vera K. Schum.); Cola acuminata (P. Beauv.) Schott et Endl. (Sterculia acuminata P. Beauv.)

Malvaceae

Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, Schwäche, geistige Leistungsfähigkeit, Stimulans


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Müdigkeit, körperliche Erschöpfung, Schwäche, geistige Leistungsfähigkeit, Stimulans

MüdigkeitErschöpfungSchwächeKonzentration & Gedächtnis

Inhaltsstoffe

Coffein (15–35 %)TheobrominKolaninCatechineEpicatechinePhlobapheneAnthocyane

Zubereitungsformen

PulverTinkturStandardisierter ExtraktTabletteKapsel

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Samen (getrocknete, von der Samenschale befreite Kotyledonen von Cola nitida und Cola acuminata)

Erwachsene – laut British Herbal Pharmacopoeia 1974 / British Herbal Compendium Vol. 1 (je 3x täglich): Pulver 1–3 g; Flüssigextrakt (1:1, 60 % Ethanol) 0,6–1,2 ml; Tinktur (1:5, 60 % Ethanol) 1–4 ml. Laut Commission-E-Monographie (Tagesdosis gesamt): Kolanuss-Pulver 2–6 g; Trockenextrakt 0,25–0,75 g; Flüssigextrakt 2,5–7,5 g; Tinktur 10–30 g; Kolawein 60–180 g. Spanisches Marktprodukt (registriert seit 1994): 2–3 Kapseln à 330 mg, 2x täglich oral.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Cola acuminata (P. Beauv.) Schott et Endl. wird pharmakologisch gleichwertig eingesetzt und gilt als enge Verwandtart; beide Arten werden im Handel oft unter dem Begriff 'Kolanuss' zusammengefasst. Eine Unterscheidung anhand der Früchte ist morphologisch möglich, im Drogenhandel jedoch häufig nicht erfolgt.

Geschichte & Tradition

Die Kolanuss ist in den tropischen Regenwäldern Westafrikas beheimatet und wird dort seit Jahrhunderten als Stimulans und Zeremonialgeschenk verwendet. In vielen westafrikanischen Kulturen gilt sie als Symbol der Gastfreundschaft und wird bei Versammlungen sowie rituellen Anlässen gereicht. Im 19. Jahrhundert gelangte sie nach Europa, wo sie in der Pharmazie als Tonikum Eingang fand. Weltweite Bekanntheit erlangte sie als namensgebender Bestandteil früher Cola-Getränke.

Saison und Sammeln

Blütezeit: März, April, Mai, September, Oktober

Erntezeit: Mai, Juni, Juli, November, Dezember

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Cola nitida

© Michael Hermann · CC BY-SA 3.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Colae semen, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Coffeinhaltig; nicht bei Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Schlaflosigkeit; nicht für Kinder; Wechselwirkungen mit Herzmedikamenten möglich.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderMeiden
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckMeiden
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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