Luavera

Pflanzenprofil

Erythrina crista-galli

Erythrina crista-galli L.

Fabaceae

Der Hahnenkamm-Korallenbaum (Nationalbaum Argentiniens und Uruguays) wird in der südamerikanischen Volksmedizin traditionell als Sedativum und Anxiolytikum eingesetzt. Rinde und Blätter enthalten Isochinolin-Alkaloide (u. a. Erythralin, Erysotrin), die eine zentralnervös dämpfende und muskelrelaxierende Wirkung entfalten. Wegen seiner Giftigkeit ist eine unkontrollierte Anwendung gefährlich und ohne medizinische Aufsicht abzulehnen.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Schlafstörungen, Angst, Nervosität, Muskelkrämpfe (traditionell/ethnobotanisch); keine zugelassene Humanmedizin in Europa

SchlafproblemeStress & NervositätAngst & PanikMuskelkrampfNervosität

Inhaltsstoffe

Isochinolin-Alkaloide (ErythralinErysotrinErythrovinErysovine)Lektine (Erythrina crista-galli AgglutininECA)Flavonoide

Zubereitungsformen

AbkochungTinktur

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind mit anderen Erythrina-Arten möglich, insbesondere mit den in Südamerika vorkommenden E. falcata und E. dominguezii, die ähnliche rote Schmetterlingsblüten und vergleichbaren Habitus aufweisen. Da sämtliche Erythrina-Arten toxische Alkaloide enthalten, ist eine sichere Artbestimmung vor jeder Verwendung zwingend erforderlich.

Geschichte & Tradition

Der Hahnenkamm-Korallenbaum ist in den Feuchtgebieten des La-Plata-Beckens beheimatet und gilt als Nationalbaum Argentiniens und Uruguays. Indigene Völker Südamerikas nutzten Rinde und Blätter traditionell als Sedativum, Schlafmittel und zur Linderung nervöser Unruhezustände. Im 20. Jahrhundert wurden die enthaltenen Alkaloide pharmakologisch untersucht; dabei wurde eine curare-ähnliche, muskelrelaxierende sowie zentralnervös dämpfende Wirkung nachgewiesen. Aufgrund der ausgeprägten Toxizität ist die Pflanze heute vorwiegend Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August, September

Erntezeit: Juni, Juli, August

Pflanzenbild

Erythrina crista-galli

© O Tupinólogo · CC BY 4.0

Sicherheitshinweise

Giftig – enthält toxische Alkaloide. Nicht zur Selbstmedikation geeignet. Kein Einsatz in der Schwangerschaft oder bei Kindern.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht