Luavera

Pflanzenprofil

Echter Hopfen

Humulus lupulusL.

Schlafstörungen, vorübergehende Schlaflosigkeit, nervöse Unruhe, psychischer Stress, innere Anspannung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Schlafstörungen, vorübergehende Schlaflosigkeit, nervöse Unruhe, psychischer Stress, innere Anspannung

SchlafproblemeStress & NervositätUnruheStimmung

Inhaltsstoffe

Bittersäuren (HumulonLupulon)2-Methyl-3-buten-2-olätherisches ÖlFlavonoide (XanthohumolIsoxanthohumol)GerbstoffePolyphenole

Zubereitungsformen

TeeTinkturKapselTabletteStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Blüten (getrocknete weibliche Blütenstände/Zapfen, Flos)

Erwachsene und Kinder ab 12 Jahren, oral: Kräutertee 0,5 g in 150 ml kochendem Wasser, 2–4x täglich oder vor dem Schlafengehen; als Hypnotikum 0,5–1 g (bis 2 g) als Aufguss. Flüssigextrakt (1:1, Ethanol 45 %): 0,5–2 ml, bis 3x täglich. Tinktur (1:5, Ethanol 60 %): 1–2 ml, bis 3x täglich. Trockenextrakt (4–5:1, Methanol 50 %): 125 mg/Tablette – 2–3x täglich 1 Tablette (mentaler Stress) bzw. 1–2 Tabletten 1 Stunde vor dem Schlafengehen. Pulver/Kapsel (195 mg/Kapsel, Frankreich): Erwachsene 2x täglich 2 Kapseln, Jugendliche 2x täglich 1 Kapsel.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Im Wildvorkommen können junge Hopfentriebe mit der Zweihäusigen Zaunrübe (Bryonia dioica) verwechselt werden, die ebenfalls kletternd wächst und ähnlich gelappte Blätter besitzt, jedoch stark giftig ist. Die reifen Hopfenzapfen sind aufgrund ihrer charakteristischen Form verwechslungssicher.

Geschichte & Tradition

Der Echte Hopfen wird seit dem frühen Mittelalter in Mitteleuropa kultiviert; schriftliche Belege zur Verwendung in der Heilkunde finden sich bereits bei Hildegard von Bingen (12. Jahrhundert). In der Volksmedizin wurden die Zapfen (Strobili) vor allem bei Schlaflosigkeit und nervöser Unruhe eingesetzt. Die systematische Hopfenkultur entwickelte sich parallel zur Bierbrauerei, wobei die beruhigenden Eigenschaften des Hopfens den Brauern schon früh bekannt waren. Im 19. und 20. Jahrhundert rückte Hopfen als pflanzliches Sedativum in den Fokus der wissenschaftlichen Phytotherapie.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juli, August

Erntezeit: August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Echter Hopfen

© No machine-readable author provided. Hagen Graebner assumed (based on copyright claims). · CC BY-SA 2.5

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Lupuli flos, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht bei Depressionen anwenden. Kann Schläfrigkeit verstärken – kein Autofahren. In Schwangerschaft und Stillzeit nicht empfohlen.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderVorsicht
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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