Pflanzenprofil
Mohn
Die Gattung Papaver umfasst medizinisch bedeutsame Arten wie den Schlafmohn (Papaver somniferum), dessen Milchsaft Alkaloide wie Morphin, Codein und Papaverin enthält und als Grundlage starker Schmerzmittel und Hustenstiller dient. Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) wird in der Volksmedizin mild beruhigend, schlaffördernd und hustenlindernd eingesetzt. Aufgrund ihrer narkotischen Wirkstoffe unterliegen bestimmte Mohnarten strengen gesetzlichen Einschränkungen.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Husten, Schlafstörungen, Unruhe, Beruhigung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) kann mit dem Saatmohn (Papaver dubium) verwechselt werden, der sich durch blassere Blüten und schwarze Staubgefäße unterscheidet. Botanisch ist zudem eine Verwechslung zwischen dem harmlosen Klatschmohn und dem Schlafmohn (Papaver somniferum) möglich, was angesichts der stark unterschiedlichen Alkaloidgehalte beider Arten von praktischer Relevanz ist.
Geschichte & Tradition
Der Schlafmohn (Papaver somniferum) zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde bereits im alten Mesopotamien und Ägypten als Schmerz- und Schlafmittel genutzt. Dioskurides beschrieb im 1. Jahrhundert n. Chr. seinen therapeutischen Einsatz, und im Mittelalter gelangte Opium über arabische Händler als bedeutendes Heilmittel nach Europa. Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) fand parallel dazu in der europäischen Volksmedizin als mildes Beruhigungs- und Hustenmittel Verwendung, etwa in Kräutertees und Sirups.
Saison und Sammeln
Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.
Blütezeit: Mai, Juni, Juli
Erntezeit: Juli, August, September
Pflanzenbild
© Alvesgaspar · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Stark suchtgefährdend (Schlafmohn); Eigenanbau von P. somniferum gesetzlich reguliert; Selbstbehandlung mit Rohextrakten strikt vermeiden
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.