Luavera

Pflanzenprofil

Mohn

Papaver

Papaveraceae

Die Gattung Papaver umfasst medizinisch bedeutsame Arten wie den Schlafmohn (Papaver somniferum), dessen Milchsaft Alkaloide wie Morphin, Codein und Papaverin enthält und als Grundlage starker Schmerzmittel und Hustenstiller dient. Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) wird in der Volksmedizin mild beruhigend, schlaffördernd und hustenlindernd eingesetzt. Aufgrund ihrer narkotischen Wirkstoffe unterliegen bestimmte Mohnarten strengen gesetzlichen Einschränkungen.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Husten, Schlafstörungen, Unruhe, Beruhigung

SchlafproblemeHusten & BronchitisAngst & PanikUnruheSchmerzStress & Nervosität

Inhaltsstoffe

Isochinolin-Alkaloide (MorphinCodeinThebainPapaverinNoscapin)MeconsäureSchleimstoffeAnthocyane (v. a. Papaver rhoeas)

Zubereitungsformen

TeeTinkturSirupStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) kann mit dem Saatmohn (Papaver dubium) verwechselt werden, der sich durch blassere Blüten und schwarze Staubgefäße unterscheidet. Botanisch ist zudem eine Verwechslung zwischen dem harmlosen Klatschmohn und dem Schlafmohn (Papaver somniferum) möglich, was angesichts der stark unterschiedlichen Alkaloidgehalte beider Arten von praktischer Relevanz ist.

Geschichte & Tradition

Der Schlafmohn (Papaver somniferum) zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit und wurde bereits im alten Mesopotamien und Ägypten als Schmerz- und Schlafmittel genutzt. Dioskurides beschrieb im 1. Jahrhundert n. Chr. seinen therapeutischen Einsatz, und im Mittelalter gelangte Opium über arabische Händler als bedeutendes Heilmittel nach Europa. Der Klatschmohn (Papaver rhoeas) fand parallel dazu in der europäischen Volksmedizin als mildes Beruhigungs- und Hustenmittel Verwendung, etwa in Kräutertees und Sirups.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Mai, Juni, Juli

Erntezeit: Juli, August, September

Pflanzenbild

Mohn

© Alvesgaspar · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Stark suchtgefährdend (Schlafmohn); Eigenanbau von P. somniferum gesetzlich reguliert; Selbstbehandlung mit Rohextrakten strikt vermeiden

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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