Pflanzenprofil
Blaue Passionsblume
Die Blaue Passionsblume wird in der Phytotherapie traditionell zur Linderung von Angstzuständen, nervöser Unruhe und Einschlafstörungen eingesetzt. Die Blätter und oberirdischen Pflanzenteile enthalten Flavonoide, denen eine leicht sedierende und anxiolytische Wirkung zugeschrieben wird. In der Europäischen Pflanzenheilkunde ist sie als pflanzliches Beruhigungsmittel anerkannt.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Nervöse Unruhe, Einschlafstörungen, leichte Angstzustände, innere Anspannung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Verwechslungen sind vor allem mit Passiflora incarnata (Fleischfarbene Passionsblume) möglich, die morphologisch ähnlich ist und ebenfalls medizinisch genutzt wird – beide Arten werden im Handel und in Präparaten teils gleichgestellt, obwohl P. incarnata die pharmakologisch besser belegte Art darstellt. Die orangeroten Früchte von P. caerulea können zudem mit essbaren Passionsfrüchten (P. edulis) verwechselt werden, sind jedoch in größeren Mengen schwach toxisch.
Geschichte & Tradition
Die Blaue Passionsblume stammt aus Südamerika und wurde im 16. Jahrhundert von spanischen Missionaren nach Europa gebracht, die in der Blütenstruktur Symbole der Passion Christi erkannten – daher auch der Name. Indigene Völker Südamerikas nutzten Passiflora-Arten traditionell als Schlaf- und Beruhigungsmittel. In der europäischen Volksheilkunde etablierte sie sich ab dem 18. Jahrhundert als Mittel gegen nervöse Unruhe und Einschlafstörungen. Heute ist Passiflora in verschiedenen Phytopharmazeutika vertreten, wobei Passiflora incarnata pharmakologisch besser untersucht ist als Passiflora caerulea.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August, September
Erntezeit: Juni, Juli, August, September
Pflanzenbild
© Franz van Duns · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Früchte und Samen können toxisch sein. Nicht in der Schwangerschaft. Wechselwirkungen mit Sedativa möglich. Nicht für Kinder unter 12 Jahren.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.