Luavera

Pflanzenprofil

Hafer

Avena sativaL.

Hauterkrankungen, Ekzem, Juckreiz, trockene Haut, kleine Wunden, Nervosität, Erschöpfung


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Hauterkrankungen, Ekzem, Juckreiz, trockene Haut, kleine Wunden, Nervosität, Erschöpfung

SchlafproblemeStimmungWunden & VerletzungenEkzemHautproblemeNervenNervensystemErschöpfungStress & Nervosität

Inhaltsstoffe

Beta-GlucanAvenanthramideStärkeSaponine (Avenacine)FlavonoideKieselsäureB-VitamineMineralien (MagnesiumCalcium)

Zubereitungsformen

AbkochungSalbeUmschlagTinkturTee

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Haferkraut (Avenae herba) und Haferfrucht (Avenae fructus)

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Der Wildhafer (Avena fatua) ähnelt dem Kulturhafer stark und kommt als Ackerwildkraut vor; er ist jedoch kleiner und besitzt deutlich länger begrannte Ährchen. Darüber hinaus sind Verwechslungen mit anderen Süßgräsern (Poaceae) möglich, da sich viele Grasarten vegetativ morphologisch ähneln.

Geschichte & Tradition

Hafer wird seit etwa 3.000 Jahren in Mitteleuropa kultiviert und galt ursprünglich als Unkraut in Emmer- und Dinkelfeldern. In der europäischen Volksmedizin etablierte er sich als stärkendes Mittel bei Erschöpfungszuständen und nervöser Unruhe. Sebastian Kneipp empfahl Haferstrohbäder bei Hautkrankheiten und Nervenleiden. Die äußerliche Anwendung von Haferzubereitungen bei Ekzemen und Juckreiz ist seit dem Mittelalter überliefert und wurde im 20. Jahrhundert durch pharmakologische Forschung zur Wirkung der Avenanthramide wissenschaftlich untermauert.

Saison und Sammeln

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: August, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Hafer

© Christian Fischer · CC BY-SA 4.0

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Avenae fructus, European Medicines Agency [Link]
  2. EMA HMPC Assessment: Avenae herba, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Bei Zöliakie Vorsicht wegen möglicher Kreuzkontamination. Selten Überempfindlichkeitsreaktionen auf Haferproteine möglich.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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