Pflanzenprofil
Hafer
Hauterkrankungen, Ekzem, Juckreiz, trockene Haut, kleine Wunden, Nervosität, Erschöpfung
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Hauterkrankungen, Ekzem, Juckreiz, trockene Haut, kleine Wunden, Nervosität, Erschöpfung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Haferkraut (Avenae herba) und Haferfrucht (Avenae fructus)
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Der Wildhafer (Avena fatua) ähnelt dem Kulturhafer stark und kommt als Ackerwildkraut vor; er ist jedoch kleiner und besitzt deutlich länger begrannte Ährchen. Darüber hinaus sind Verwechslungen mit anderen Süßgräsern (Poaceae) möglich, da sich viele Grasarten vegetativ morphologisch ähneln.
Geschichte & Tradition
Hafer wird seit etwa 3.000 Jahren in Mitteleuropa kultiviert und galt ursprünglich als Unkraut in Emmer- und Dinkelfeldern. In der europäischen Volksmedizin etablierte er sich als stärkendes Mittel bei Erschöpfungszuständen und nervöser Unruhe. Sebastian Kneipp empfahl Haferstrohbäder bei Hautkrankheiten und Nervenleiden. Die äußerliche Anwendung von Haferzubereitungen bei Ekzemen und Juckreiz ist seit dem Mittelalter überliefert und wurde im 20. Jahrhundert durch pharmakologische Forschung zur Wirkung der Avenanthramide wissenschaftlich untermauert.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: August, September
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Christian Fischer · CC BY-SA 4.0
Sicherheitshinweise
Bei Zöliakie Vorsicht wegen möglicher Kreuzkontamination. Selten Überempfindlichkeitsreaktionen auf Haferproteine möglich.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.