Pflanzenprofil
Bergamotte-Öl
Stress, Nervosität, leichte Stimmungsschwankungen, Stimmungsaufhellung, Hautpflege, wird in der Literatur mit antimikrobiellen Eigenschaften beschrieben, Verdauungsbeschwerden
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Stress, Angst, leichte Depression, Stimmungsaufhellung, Hautpflegee Wirkung, Verdauungsbeschwerden
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Fruchtschale (Epikarp und teilweise Mesokarp der frischen Frucht)
Historische Angaben (Gattefosse 1932): a) Flüssiges Antiseptikum – 20 g Zubereitung pro Liter Wasser. b) Festes Desinfektionsmittel – 10 g in Wasser auflösen. c) Nasensalbe – 10 g BEO in 90 g Grundlage (Gefrierfett + Wachs). d) Inhalation bei Atemwegserkrankungen – 2,0 g terpenfreies BEO + 0,2 g Menthol in heißes Wasser, Dampf inhalieren. Klinische Aromatherapie-Studie (Peng et al. 2009): 1:75-Verdünnung in destilliertem Wasser, Vernebler ca. 60 cm Abstand, 15 Minuten einmal täglich. Keine standardisierte Erwachsenendosierung mit Mengenangabe in mg/kg im Dokument genannt.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Das ätherische Bergamotte-Öl kann mit anderen Zitrusölen wie Süßorangenöl (Citrus sinensis) oder Zitronenöl (Citrus limon) verwechselt werden, die ein ähnliches, jedoch abweichendes Inhaltsstoffprofil aufweisen. Namensbedingte Verwechslungen bestehen mit der Wilden Bergamotte (Monarda fistulosa, Familie Lamiaceae), die botanisch völlig unverwandt ist.
Geschichte & Tradition
Bergamotte-Öl wird seit dem 17. Jahrhundert vorwiegend in der süditalienischen Region Kalabrien aus der Schale von Citrus bergamia kaltgepresst. In der europäischen Volksmedizin fand es Anwendung bei Fieber, Verdauungsbeschwerden und Hauterkrankungen. Internationale Bekanntheit erlangte es als charakteristisches Aroma des Earl-Grey-Tees sowie als begehrter Grundstoff der Parfümindustrie. In der arabischen und türkischen Volksmedizin wurde es traditionell äußerlich bei Hautinfektionen eingesetzt.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Februar, März, April
Erntezeit: November, Dezember, Januar
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Ivar Leidus · CC BY-SA 4.0
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Citri bergamiae aetheroleum, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Stark phototoxisch: nach Auftragen auf die Haut keine Sonneneinstrahlung. Kann Hautreizungen auslösen. FCF-Öl (furanocumarinfrei) bevorzugen.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.