Luavera

Pflanzenprofil

Mandarine

Citrus reticulata

Rutaceae

Die Schale der Mandarine wird in der traditionellen Medizin vor allem zur Unterstützung der Verdauung und zur Linderung von Blähungen eingesetzt. Ätherisches Mandarinöl wird traditionell als beruhigend und stimmungsaufhellend eingesetzt und findet in der Aromatherapie bei Unruhe und Schlafstörungen Anwendung. Die Frucht enthält Flavonoide und Vitamin C, denen in der Literatur verschiedene Effekte zugeschrieben werden.


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit, Unruhe, Schlafstörungen, Immunsystem, Aromatherapie

SchlafproblemeVerdauungsbeschwerdenAppetitlosigkeitImmunsystemUnruheBlähungenStress & Nervosität

Inhaltsstoffe

Ätherische Öle (Limonenγ-TerpinenMethyl-N-methylanthranilat)Flavonoide (HesperidinNarirutinTangeretinNobiletin)Carotinoide (β-Cryptoxanthin)Vitamin CPektinPolymethoxylierte Flavone

Zubereitungsformen

Ätherisches ÖlTeeTinkturKapselStandardisierter Extrakt

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Mandarinen werden im Handel häufig mit nahe verwandten Hybriden wie der Clementine (Citrus × clementina) oder der Satsuma (Citrus unshiu) verwechselt, die morphologisch kaum zu unterscheiden sind. Da die Inhaltsstoffprofile – insbesondere hinsichtlich polymethoxylierter Flavone und des ätherischen Öls – zwischen diesen Taxa variieren können, ist eine botanische Identifizierung für pharmakologische Anwendungen relevant.

Geschichte & Tradition

Die Mandarine stammt ursprünglich aus Südchina und Südostasien, wo sie seit mindestens 3.000 Jahren kultiviert wird. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die getrocknete, gereifte Schale unter dem Namen Chén Pí (陳皮) seit Jahrhunderten ein klassisches Heilmittel bei Verdauungsbeschwerden, Husten und Qi-Stagnation. Nach Europa gelangte die Frucht erst im frühen 19. Jahrhundert; in der mediterranen Volksmedizin fand die Schale rasch Verwendung als Stomachikum und mildes Sedativum. Die Destillation des ätherischen Öls aus den Schalen etablierte sich im 20. Jahrhundert als wichtiger Zweig der Aromatherapie.

Saison und Sammeln

Blütezeit: März, April, Mai

Erntezeit: Oktober, November, Dezember, Januar

Pflanzenbild

Mandarine

© 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0

Sicherheitshinweise

Bei Allergie gegen Zitrusfrüchte meiden. Ätherisches Öl nicht unverdünnt auf die Haut auftragen. Phototoxizität möglich.

SchwangerschaftUnbekannt
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

← Zurück zur Pflanzenübersicht