Pflanzenprofil
Mandarine
Die Schale der Mandarine wird in der traditionellen Medizin vor allem zur Unterstützung der Verdauung und zur Linderung von Blähungen eingesetzt. Ätherisches Mandarinöl wird traditionell als beruhigend und stimmungsaufhellend eingesetzt und findet in der Aromatherapie bei Unruhe und Schlafstörungen Anwendung. Die Frucht enthält Flavonoide und Vitamin C, denen in der Literatur verschiedene Effekte zugeschrieben werden.
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Verdauungsbeschwerden, Blähungen, Appetitlosigkeit, Unruhe, Schlafstörungen, Immunsystem, Aromatherapie
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Mandarinen werden im Handel häufig mit nahe verwandten Hybriden wie der Clementine (Citrus × clementina) oder der Satsuma (Citrus unshiu) verwechselt, die morphologisch kaum zu unterscheiden sind. Da die Inhaltsstoffprofile – insbesondere hinsichtlich polymethoxylierter Flavone und des ätherischen Öls – zwischen diesen Taxa variieren können, ist eine botanische Identifizierung für pharmakologische Anwendungen relevant.
Geschichte & Tradition
Die Mandarine stammt ursprünglich aus Südchina und Südostasien, wo sie seit mindestens 3.000 Jahren kultiviert wird. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist die getrocknete, gereifte Schale unter dem Namen Chén Pí (陳皮) seit Jahrhunderten ein klassisches Heilmittel bei Verdauungsbeschwerden, Husten und Qi-Stagnation. Nach Europa gelangte die Frucht erst im frühen 19. Jahrhundert; in der mediterranen Volksmedizin fand die Schale rasch Verwendung als Stomachikum und mildes Sedativum. Die Destillation des ätherischen Öls aus den Schalen etablierte sich im 20. Jahrhundert als wichtiger Zweig der Aromatherapie.
Saison und Sammeln
Blütezeit: März, April, Mai
Erntezeit: Oktober, November, Dezember, Januar
Pflanzenbild
© 4028mdk09 · CC BY-SA 3.0
Sicherheitshinweise
Bei Allergie gegen Zitrusfrüchte meiden. Ätherisches Öl nicht unverdünnt auf die Haut auftragen. Phototoxizität möglich.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Unbekannt |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.