Pflanzenprofil
Borstige Taigawurzel
Erschöpfung, Schwäche; wird traditionell bei Stressbelastung genutzt
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Erschöpfung, Schwäche, Stressresistenz, Leistungssteigerung
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel (getrocknete, ganze oder geschnittene unterirdische Organe von Eleutherococcus senticosus)
Jugendliche ab 12 Jahren, Erwachsene und ältere Personen, oral, täglich: Zerkleinertes Kraut 0,5–4 g als Teeaufguss in 150 ml kochendem Wasser (1–3 Einzeldosen); Pulver 0,75–3 g; Flüssigextrakt (1:1) 2–3 ml; Trockenextrakt (ethanolisch 28–70 % v/v) entsprechend 0,5–4 g Droge; wässriger Trockenextrakt (15-17:1) 90–180 mg; Tinktur (1:5, Ethanol 40 %) 10–15 ml; Weinextrakt (1:11) 30 ml; Weinextrakt (1:20) 25–33 g. Anwendungsdauer: bis zu 2 Monate; bei anhaltenden Beschwerden nach 2 Wochen ärztlichen Rat einholen. Wiederholungskuren nach 10–14 Tagen Pause möglich.
Wechselwirkungen
Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.
Verwechslungsgefahr
Eine historisch bedeutsame Verwechslung besteht mit der Chinesischen Seidenpflanze (Periploca sepium, Asclepiadaceae), die in der Vergangenheit unter dem Namen ‚Sibirischer Ginseng' verfälschend gehandelt wurde und pharmakologisch sowie toxikologisch deutlich abweichende Eigenschaften aufweist. Darüber hinaus besteht aufgrund des Trivialnamens gelegentlich Verwechslungsgefahr mit dem echten Ginseng (Panax ginseng), der einer völlig anderen Gattung angehört.
Geschichte & Tradition
Eleutherococcus senticosus ist in der traditionellen chinesischen Medizin unter dem Namen Ciwujia seit Jahrhunderten bekannt, wo es traditionsgemäß zur Unterstützung von Qi und Vitalität verwendet wird. Internationale Bekanntheit erlangte die Pflanze durch die systematische adaptogene Forschung des sowjetischen Pharmakologen Israel Brekhman ab den 1950er-Jahren. In der UdSSR wurde das Wurzelextrakt bei Leistungssportlern, Militär und Kosmonauten für Forschungen im Bereich körperliche und geistige Belastung verwendet. Im Westen verbreitete sich die Pflanze ab den 1980er-Jahren unter dem irreführenden Handelsnamen ‚Sibirischer Ginseng'.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli, August
Erntezeit: September, Oktober, November
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© Stanislav Doronenko · CC BY 2.5
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Eleutherococci radix, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Nicht bei Hypertonie, Schwangerschaft und Stillzeit. Wechselwirkungen mit Blutverdünnern möglich. Max. 3 Monate Dauereinsatz.
Gegenanzeigen: Arterielle Hypertonie (explizit als Kontraindikation für ein deutsches Fertigarzneimittel angegeben). Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren nicht empfohlen.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Meiden |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Meiden |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.
