Pflanzenprofil
Ginseng
Müdigkeit, Erschöpfung, körperliche Schwäche, Stressresistenz, geistige Leistungsfähigkeit, Immunstärkung
Kein Ersatz für ärztliche Beratung
Traditionelle Anwendung
Müdigkeit, Erschöpfung, körperliche Schwäche, Stressresistenz, geistige Leistungsfähigkeit
Inhaltsstoffe
Zubereitungsformen
Dosierung und Zubereitung
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel (Radix); als Weißer Ginseng (ganz oder geschnitten, getrocknet) und Roter Ginseng (dampfbehandelt und anschließend getrocknet)
Erwachsene: Je nach Zubereitung – pulverisierte Droge 500–2000 mg/Tag in 2–3 Einzelgaben (z.B. 3x täglich 350 mg oder 2x täglich 500 mg als Hartkapsel); Trockenextrakt 200–500 mg/Tag in 1–2 Einzelgaben (z.B. 2x täglich 100 mg oder 1x täglich 500 mg Kapsel); Flüssigextrakt z.B. 2x täglich 15–20 ml oral. Laut FR-Behörde maximale Tagesdosis 2 g (Saponingehalt). Behandlungsdauer: maximal 3 Monate, danach 1 Monat Pause empfohlen. Jugendliche ab 12 Jahren: reduzierte Dosis, z.B. 1x täglich 100 mg Trockenextrakt (belgische Produkte).
Wechselwirkungen
| Schweregrad | Medikament / Wirkstoffklasse | Mechanismus | Empfehlung |
|---|---|---|---|
| Theoretisch | Regorafenib | Ginsenosid Rh3 hemmt synergistisch FGFR4/JAK2/STAT3-Achse und YAP-TEAD-Transkription gemeinsam mit Regorafenib (In-vitro) | Keine klinische Empfehlung ableitbar; weitere präklinische und klinische Studien erforderlich |
Verwechslungsgefahr
Häufig wird Panax ginseng mit dem Amerikanischen Ginseng (Panax quinquefolius) verwechselt, der ein abweichendes Ginsenosidprofil aufweist. Ebenfalls zu Verwechslungen kommt es mit dem Sibirischen Ginseng (Eleutherococcus senticosus), der trotz des übereinstimmenden Trivialnamens einer anderen Gattung angehört und pharmakologisch nicht gleichzusetzen ist.
Geschichte & Tradition
Panax ginseng zählt zu den ältesten und bedeutendsten Heilpflanzen der traditionellen chinesischen Medizin und ist seit mindestens 2000 Jahren in Gebrauch. Die frühesten schriftlichen Belege finden sich im «Shen Nong Ben Cao Jing» (ca. 1. Jahrhundert n. Chr.), wo die Wurzel als Tonikum für Körper und Geist beschrieben wird. Im 17. Jahrhundert gelangte die Pflanze nach Europa und wurde dort als kostbares Handelsgut geschätzt. Korea entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Anbaugebiete und pflegt bis heute eine eigenständige Kulturtradition rund um die Ginsengwurzel.
Saison und Sammeln
Blütezeit: Juni, Juli
Erntezeit: September, Oktober
Evidenzlage
Gut belegtPflanzenbild
© FloraFarm GmbH / Katharina Lohrie · CC BY 3.0
Quellen
- EMA HMPC Assessment: Ginseng radix, European Medicines Agency [Link]
Sicherheitshinweise
Nicht bei Bluthochdruck, Schlaflosigkeit oder in der Schwangerschaft. Wechselwirkungen mit Blutverdünnern möglich. Nicht länger als 3 Monate dauerhaft einnehmen.
| Schwangerschaft | Unbekannt |
| Stillzeit | Unbekannt |
| Kinder | Vorsicht |
| Blutverdünner | Unbekannt |
| Vor Operationen | Unbekannt |
| Lebererkrankung | Unbekannt |
| Nierenerkrankung | Unbekannt |
| Autoimmunerkrankung | Unbekannt |
| Bluthochdruck | Unbekannt |
| Empfindlicher Magen | Unbekannt |
Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.