Luavera

Pflanzenprofil

Rosenwurz

Rhodiola roseaL.

Erschöpfung und Müdigkeit, stressbedingte Leistungsminderung, depressive Verstimmung, geistige und körperliche Belastbarkeit


Kein Ersatz für ärztliche Beratung

Diese Informationen dienen zur Orientierung und ersetzen keine Diagnose oder Behandlung. Bei ernsteren Beschwerden, Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme bitte immer Arzt oder Apotheke hinzuziehen.

Traditionelle Anwendung

Erschöpfung und Müdigkeit, stressbedingte Leistungsminderung, depressive Verstimmung, geistige und körperliche Belastbarkeit

ErschöpfungStress & NervositätStimmungKonzentration & GedächtnisBurnoutAntriebslosigkeit

Inhaltsstoffe

Rosavine (RosavinRosarinRosin)SalidrosidTyrosolFlavonoidePhenolcarbonsäurenätherisches Öl

Zubereitungsformen

TinkturKapselTabletteStandardisierter Extrakt

Dosierung und Zubereitung

Verwendete Pflanzenteile: Getrocknete Wurzeln und Rhizome (unterirdische Organe von Rhodiola rosea L.)

Erwachsene und ältere Personen: Einzeldosis 144–200 mg Trockenextrakt (DER 1,5–5:1, Extraktionsmittel Ethanol 67–70 % V/V), 1–2× täglich als feste orale Darreichungsform (z. B. Filmtablette); maximale Tagesdosis 400 mg. Ein schwedisches Präparat schließt auch Jugendliche ein (SD 144 mg, TD 144–288 mg). Bei Symptompersistenz über 2 Wochen ärztliche Rücksprache empfohlen; mindestens ein Produkt begrenzt die Anwendungsdauer auf 6 Monate.

Wechselwirkungen

Keine spezifischen Wechselwirkungen dokumentiert.

Verwechslungsgefahr

Verwechslungen sind vor allem mit anderen Rhodiola-Arten möglich, insbesondere Rhodiola crenulata oder Rhodiola integrifolia, die ein abweichendes Inhaltsstoffprofil aufweisen und als Verfälschungsmittel in Erscheinung treten. Im vegetativen Zustand ist zudem eine Verwechslung mit sukkulenten Sedum-Arten (Fetthenne) aus der Familie der Crassulaceae möglich.

Geschichte & Tradition

Rhodiola rosea wird seit Jahrhunderten in Skandinavien, Sibirien und Zentralasien in der Tradition als Stärkungsmittel beschrieben. In historischen Überlieferungen werden der Wurzel Effekte auf körperliche Ausdauer und geistige Widerstandskraft zugeschrieben. In der russischen und sibirischen Volksmedizin wird sie traditionell bei Erschöpfungszuständen und bei Beanspruchung unter extremen Bedingungen genutzt. Eine intensive wissenschaftliche Erforschung erfolgte ab den 1960er Jahren durch sowjetische Wissenschaftler im Rahmen der staatlich geförderten Adaptogen-Forschung.

Saison und Sammeln

Wildkraut

Diese Pflanze wächst wild und kann gesammelt werden. Bitte nur an sicheren, unbelasteten Standorten ernten.

Blütezeit: Juni, Juli, August

Erntezeit: April, Mai, September

Evidenzlage

Gut belegt

Pflanzenbild

Rosenwurz

© Opioła Jerzy · CC BY 2.5

Quellen

  1. EMA HMPC Assessment: Rhodiolae roseae rhizoma et radix, European Medicines Agency [Link]

Sicherheitshinweise

Nicht in der Schwangerschaft. Wechselwirkungen mit Antidepressiva möglich. Einnahme morgens empfohlen (schlafstörend möglich).

SchwangerschaftMeiden
StillzeitUnbekannt
KinderUnbekannt
BlutverdünnerUnbekannt
Vor OperationenUnbekannt
LebererkrankungUnbekannt
NierenerkrankungUnbekannt
AutoimmunerkrankungUnbekannt
BluthochdruckUnbekannt
Empfindlicher MagenUnbekannt

Haftungsausschluss: Diese Informationen ersetzen keine ärztliche oder pharmazeutische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme immer Rücksprache halten.

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